Illustrierte Fleischkarte eines Galloway-Rindes mit den wichtigsten Teilstücken

Warenkunde

Welches Stück kommt woher – und wie gelingt es?

Warenkunde Rindfleisch: alle 16 Teilstücke von Hals bis Ochsenschwanz mit Lage, Garmethode, Kerntemperatur und den fünf häufigsten Fehlern beim Zubereiten.

Das ganze Tier verstehen

Welches Stück
kommt woher?

Tippen Sie auf einen markierten Bereich. Sie sehen, wo das Teilstück sitzt, wie es strukturiert ist, welche Garmethode ihm gerecht wird – und mit welcher Kerntemperatur es gelingt.

Ausführliche Warenkunde
Galloway-Rind mit beschrifteten Fleischbereichen und passenden Zubereitungsarten
Alle 16 TeilstückeAuswählen für Details
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Ausgewählter Bereich

Roastbeef

Rumpsteak oder Striploin

Feinfaserig, zart und aromatisch, meist mit schützendem Fettdeckel.

Wo sitzt es?
Hinterer Rücken zwischen Hochrippe und Hüfte
Geeignet für
Rumpsteak, Roastbeef am Stück, T-Bone und Porterhouse
Auf den Punkt
Kern 54–56 °C, Fettdeckel zuerst auslassen
KurzbratenGrillenNiedergaren
Im Weidepaket

Begehrtes Steakstück – die Menge pro Tier ist klein.

Gut zu wissen: Ein Rind ist kein Baukastensystem. Zuschnitt, Reifung, Alter und Zubereitung beeinflussen das Ergebnis – und von den Edelstücken fällt pro Tier nur wenig an. Genau deshalb gibt es bei uns das gemischte Weidepaket.

Fachliche Orientierung: DFV-Schnittführung · Deutsches Fleischerhandwerk

Ein Prinzip erklärt fast alles

Je stärker ein Muskel im Leben des Tieres gearbeitet hat, desto mehr Bindegewebe enthält er – und desto länger und feuchter muss er garen. Je weniger er gearbeitet hat, desto zarter ist er und desto kürzer und heißer darf es zugehen.

MuskelarbeitWo am TierMethode
vielHals, Schulter, Brust, Wadeschmoren, kochen, Low & Slow
mittelFehlrippe, Bauch, Keulenstückebraten, schmoren, je nach Zuschnitt kurzbraten
wenigHochrippe, Roastbeef, Filetkurzbraten, grillen, niedergaren

Wer das verinnerlicht hat, braucht kein Rezept mehr, um ein unbekanntes Teilstück richtig einzuschätzen.

Die interaktive Fleischkarte

Oben auf dieser Seite können Sie 16 Bereiche auswählen. Zu jedem Teilstück zeigen wir Lage, Charakter, typische Gerichte, passende Zubereitungsarten und eine Empfehlung zur Kerntemperatur.

Bezeichnungen und Schnittführung können je nach Region und Metzgerei variieren. Ein „Bürgermeisterstück“ heißt woanders „Pastorenstück“, und was in einem Betrieb zur Hüfte gehört, wird im nächsten der Keule zugerechnet. Die Darstellung dient deshalb als verständliche Orientierung, nicht als verbindliche Norm.

Fünf Fehler, die häufig passieren

  • Schmorstücke kurzbraten: Bindegewebsreiche Teile werden bei kurzer Hitze zäh, nicht zart.
  • Zu hohe Ofentemperatur beim Schmoren: 140–160 °C reichen. Alles darüber trocknet aus.
  • Nach der Garzeit sofort anschneiden: Ohne Ruhezeit läuft der Saft auf das Brett statt in den Bissen.
  • Längs zur Faser schneiden: Vor allem bei Bauch und Flank wird das Ergebnis dadurch zäh.
  • Fleisch eiskalt in die Pfanne: Innen roh, außen verbrannt. Vorher Zimmertemperatur annehmen lassen.
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